Es gibt da einen Typen, den ich schon eine ganze Weile coache und der zu mir kommt, weil er selber als Coach erfolgreicher sein will. Der gesamte Prozess bestand darin, ihn dazu zu bringen, weniger zwanghaft auf den Erfolg fixiert zu sein und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, seinen Klienten so viel wie möglich zu geben, und zwar sowohl in Form von Inhalt als auch in Form von Liebe. Aber er ist ein echter Dickschädel und deshalb hat es eine Weile gedauert und es war ehrlich gesagt auch nicht immer einfach. Im Verlauf unserer Zusammenarbeit konnte er dennoch seine egozentrische Haltung immer weiter ablegen und sich mehr und mehr der Aufgabe zuwenden, anderen zu diesen. Je mehr er dies tat, umso erfolgreicher wurde er (in Form einer Reihe von Quantensprüngen).
Erst kürzlich trafen wir uns und an irgendeinem Punkt in unserem Gespräch äußerte er sein Erstaunen darüber, dass jemand wie ich, den er für sehr erfolgreich hält, in Wirklichkeit ein ganz normaler Typ ist und kein außerirdisches Wesen mit Flügeln o.Ä. In dem Moment, als er das sagte, weigerte ich mich einfach, auf diesen unsinnigen Quatsch einzugehen, sah ihm stattdessen in die Augen und sagte: „Du bist verrückt.“
„Wieso das?“ fragte er völlig verdattert.
„Du bist zwanghaft von dieser Erfolgsidee besessen. Lass die Idee fallen und der Erfolg wird sich von alleine einstellen.“
Das war natürlich nichts Neues, ich hatte ihm das gleiche schon rund hundert Mal auf die unterschiedlichste Weise gesagt, aber dieses Mal kam es wirklich bei ihm an und – wer hätte es gedacht – soeben hat er einen äußerst attraktiven Coaching-Vertrag mit einem großen Unternehmen abgeschlossen, der ihm einfach so in den Schoß fiel, als er nicht hinguckte. Nette Teamarbeit.
Ich hoffe, diese kleine Geschichte hat sie inspiriert.
Möge dieser fröhliche Montag Sie mit unerwarteten Ergebnissen segnen, die Ihr Leben um einen Quantensprung zum Besseren ändern.
Alles Liebe, Doc
Übersetzung Beate Brandt
beate.brandt@visioncreate.de